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Angriff auf die Kraft-Wärme-Kopplung: Untauglicher Versuch von RWE Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke zu rechtfertigen
Zur Studie "Technologische und energiepolitische Bewertung der Perspektiven von Kraft-Wärme-Kopplung in Deutschland" der TU Berlin im Auftrag der RWE AG erklärt Oliver Krischer, Sprecher für Energie- und Ressourceneffizienz:Nachdem RWE erkennen musste, dass die erneuerbaren Energien nicht mehr aus dem Markt zu drängen sind, versucht der Konzern nun, mit der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) eine andere Form der dezentralen Energieerzeugung ins Abseits zu stellen.
Um Platz zu schaffen für Strommengen aus länger laufenden Atomkraftwerken und klimaschädlichen Kohlekraftwerken, wird das bisherige Ziel, den KWK-Anteil an der Stromerzeugung auf 25 Prozent zu erhöhen, für kontraproduktiv und nicht machbar erklärt.
Statt an einer nachhaltigen Energieversorgung zu arbeiten, beschwört RWE angebliche Hindernisse und Zielkonflikte, um an seiner ineffizienten Erzeugungsstruktur festhalten zu können. Dass KWK-Anteile von 30 bis 50 Prozent und mehr erreichbar sind, zeigen Länder wie Dänemark und die Niederlande.
Die Studie unterstellt der KWK fehlende CO2-Einsparungen im Vergleich mit modernen Gaskraftwerken und Brennwertkesseln und prognostiziert einen drohenden Systemkonflikt mit dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren. Nachprüfbare Belege für diese Unterstellungen werden nicht geliefert.
Die Studie verschweigt auch, dass der Kraftwerkspark in Deutschland überwiegend aus höchst ineffizienten Atom- und Kohlekraftwerken ohne Wärmeauskopplung besteht, die zu einem Großteil durch klimafreundliche KWK ersetzt werden können.
Den in der Studie unterstellten Bau moderner Gaskraftwerke verhindert RWE gegenwärtig selbst durch die Forderung nach längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke und den Neubau von Kohlekraftwerken.
Auch ein drohender Systemkonflikt mit den Erneuerbaren entspricht nicht den Tatsachen. KWK ist mit dem heutigen Stand der Technik flexibel genug, um auf schwankende Stromeinspeisung aus Wind und Sonne zu reagieren.
Statt nach den Erneuerbaren nun die KWK zu bekämpfen, sollte RWE auch in diese dezentrale und klimafreundliche Technologie investieren.









