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die Grüne Energiewende
Abgasskandal
Grüner Breitbandcheck

Aus der Fraktion

    • Date: 29 March 2017
    • Selbstlernende Thermostate, Dachziegel mit integriertem Windrad, intelligent vernetzte Speicher oder Heizungen im Fenster - die grüne Bundestagsfraktion hat zusammen mit der Generation Energie 4.0 in die Zukunft geblickt.
    • Date: 23 March 2017
    • Beim Treffen mit der Energiespeicherbranche wurde deutlich, dass das größte Hemmnis für den Einsatz von Energiespeichern die Bundesregierung ist. Das macht die Energiewende teurer als sie sein müsste.
    • Date: 23 March 2017
    • Am 23.3.2017 haben wir gemeinsam mit der CDU/CSU- und der SPD-Fraktion das Gesetz für die Endlagersuche beschlossen. Der Gesetzesentwurf enthält auch ein Exportverbot für Forschungsmüll, für das wir hart gekämpft haben.
1. Mai 2015

Antibiotika in der Fischzucht – Große Koalition bleibt untätig

Fischverzehr ist gesund - so das gängige Urteil. Doch nun muss die Bundesregierung auf Grüne Nachfrage eingestehen, dass bei Stichproben in jedem 20. Fisch antimikrobielle Medikamenten-Rückstände gefunden wurden. Doch was tut die Bundesregierung dagegen – Nichts!

Antibiotika in der Fischzucht – Große Koalition bleibt untätig

Die Antwort der Bundesregierung auf unsere Grüne Anfrage zu Antibiotika-Rückständen in der Fischzucht ergab: Bei Untersuchungen im Rahmen des Europäischen Schnellwarnsystems für Lebensmittel wurden in 183 Fällen Nachweise von pharmakologisch wirksamen Stoffen gefunden. Überwiegend handelte es sich um Rückstände der Fischarznei Malachitgrün, die im Verdacht steht, Krebs zu erregen, gefolgt von Abbauprodukten verschiedener Antibiotika und Antiseptika. Bei Krustentieren meldete Deutschland 306 Mal den Fund solcher Abbauprodukte. Die Daten stammen aus Untersuchungen von Lachsen, Forellen oder Shrimps aus Aquakulturen im Zeitraum von 2005 bis Ende März dieses Jahres. Bei sechs Prozent aller Stichproben fanden die Kontrolleure demnach Arzneimittel.

Damit ist klar: Nicht nur in Fleisch aus der Massentierhaltung sondern auch in Zuchtfischen finden sich Rückstände von Antibiotika, welche in Deutschland verboten sind. Die Bundesregierung muss eingestehen, dass sich bei Stichproben in jedem 20. Fisch Antibiotika finden. In hunderten von Proben wurden bei Fischen oder Krebsen zum Verzehr aus Zuchtbetrieben Antibiotika gefunden. Ganz offensichtlich werden auch in der Fischzucht Medikamente unters Futter gemischt, um die Tiere vor Infektionen zu schützen. Dieser Masseneinsatz von Antibiotika sorgt für Resistenzen und gefährdet die Gesundheit von Menschen. Dass das auch in der Fischzucht ein großes Problem ist, hat die Öffentlichkeit bisher nicht erfahren. Die Bundesregierung weigert sich die betroffenen Unternehmen zu nennen. So werden die Menschen bei Fischverzehr mit Antibiotika zwangsbeglückt. Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich für die Verbraucher volle Transparenz zu schaffen, damit für alle Menschen echte Wahlfreiheit besteht, welchen Fisch sie essen möchten.