31. Oktober 2011

Atomausstieg in Belgien: Ermutigendes Signal für ein atomkraftfreies Europa

Die Entscheidung der belgischen Parteien, die dort eine Regierungskoalition bilden wollen, den im Jahr 2003 beschlossenen Ausstieg aus der Atomkraft beizubehalten, ist ein ermutigendes Signal für ein atomkraftfreies Europa.
Atomausstieg in Belgien: Ermutigendes Signal für ein atomkraftfreies Europa

Davon profitiert gerade auch NRW und insbesondere die Aachener Region, die im Falle eines Nuklearunfalls im Atomkraftwerk Tihange, gerade einmal 60 km von der deutschen Grenze entfernt, besonders betroffen wäre. Auch wenn die Gefahr noch lange Jahre bleibt, ist zumindest ein Ende absehbar.

Ohne Zweifel haben auch die vielen Apelle und Resolutionen aus der betroffenen Grenzregion in Deutschland ihre Wirkung gezeigt. Die Kräfte, die in Belgien eine Laufzeitverlängerung wollen und wollten haben sich nicht durchgesetzt, denn auch in Belgien ist die Öffentlichkeit inzwischen sehr atomkraftkritisch. Belgien zieht wie Deutschland, die Schweiz und Italien die richtige Konsequenz aus den Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima, auch wenn der Ausstieg in allen Ländern natürlich schneller von statten gehen könnte und müsste.

Damit der Atomausstieg auch umgesetzt wird, muss Belgien nun auch den zweiten Teil der Energiewende anpacken und Atomstrom durch Erneuerbare Energien und Energieeffizienz ersetzen. Das Land hat z. B. bei der Windenergie große Potenziale, die es zu nutzen gilt.