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die Grüne Energiewende
Abgasskandal
Grüner Breitbandcheck

Aus der Fraktion

    • Date: 29 March 2017
    • Selbstlernende Thermostate, Dachziegel mit integriertem Windrad, intelligent vernetzte Speicher oder Heizungen im Fenster - die grüne Bundestagsfraktion hat zusammen mit der Generation Energie 4.0 in die Zukunft geblickt.
    • Date: 23 March 2017
    • Beim Treffen mit der Energiespeicherbranche wurde deutlich, dass das größte Hemmnis für den Einsatz von Energiespeichern die Bundesregierung ist. Das macht die Energiewende teurer als sie sein müsste.
    • Date: 23 March 2017
    • Am 23.3.2017 haben wir gemeinsam mit der CDU/CSU- und der SPD-Fraktion das Gesetz für die Endlagersuche beschlossen. Der Gesetzesentwurf enthält auch ein Exportverbot für Forschungsmüll, für das wir hart gekämpft haben.
26. Januar 2017

Belgische Stromversorgung auch ohne AKW-Pannenreaktoren gesichert

In einer aktuellen Studie wird aufgezeigt, dass ein stufenweiser Ausstieg Belgiens aus der Atomenergie ohne Beeinträchtigung der Versorgungssicherheit möglich ist. Die AKW-Pannenreaktoren Tihange 2 und Doel 3 können vorzeitig in Verbindung mit einer zügigen Umsetzung der in Planung befindlichen Interkonnektoren stillgelegt werden.

Belgische Stromversorgung auch ohne AKW-Pannenreaktoren gesichert

Die Wissenschaftler von BET Aachen haben im Auftrag des Grünen Umweltministeriums NRW das Gutachten ‚Diskussionsbeitrag zur Stromversorgung Belgiens im Falle eines Atomausstiegs‘ veröffentlicht. Dabei wurde die Frage untersucht, welche Folgen ein belgischer Ausstieg aus der Atomkraft auf die künftige Gewährleistung der Versorgungssicherheit in Belgien hat und welche zusätzlichen Maßnahmen auf beiden Seiten der Grenze erforderlich oder sinnvoll sein können, um einen solchen Atomausstieg nicht zu gefährden, sondern zu unterstützen. Dabei standen sowohl das Szenario eines kompletten Atomkraftausstieges im Jahr 2025, wie es derzeit in Belgien ohnehin geplant ist, als auch ein vorgezogener teilweiser oder sogar kompletter Ausstieg in Belgien bereits im Jahre 2020 im Fokus. Das letztere Szenario ist vor allem vom Interesse der Landesregierung NRW getrieben, die zahlreichen Sorgen der (grenznahen) deutschen Bevölkerung bezüglich der Sicherheit der AKWs Tihange und Doel zu ernst zu nehmen und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen, ob und wie – im Falle eines länderübergreifenden Konsenses – ein schnellerer Atomausstieg realisiert werden könnte.

Die energiepolitische Zusammenarbeit der vier Nachbarregionen Flandern, Wallonien (Belgien), Limburg (Niederlande) und Nordrhein-Westfalen (Deutschland) sollte dazu schnellstmöglich in einer vertraglich gemeinsam getragenen Energiekommission zur Umsetzung der Maßnahmen ausgebaut werden. Diese Kooperation fügt sich ein in das Ziel der Europäischen Union, einen gemeinsamen europäischen Strombinnenmarkt zu schaffen. Ein verstärktes Zusammenwachsen Europas beim Strommarkt und Stromnetz ist 2014 vom Europäischen Rat (unter Mitwirkung Belgiens) im „EU-Klima- und Energierahmen 2030“ beschlossen worden und Teil der Energieunion.

Im Ergebnis lässt sich festhalten, dass unter den angenommenen Randbedingungen ein teilweiser Atomausstieg der Blöcke Tihange 2 und Doel 3 bereits in 2020 umsetzbar ist sowie ein vollständiger Atomausstieg im Jahr 2025 möglich ist, wenn unter anderem ein weiterer Interkonnektor zwischen Belgien und Deutschland errichtet wird. Wir fordern die Bundesregierung hierzu auf, rasch mit der belgischen Regierung Gespräche über das Abschalten der hochgefährlichen Atomkraft in Grenznähe aufzunehmen.