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CCS-Gebiete offenlegen statt CCS-Gesetz durchzupeitschen
Während das Gesetz zur Abscheidung, Transport und Verpressung von CO2 (CCS-Gesetz) zur unterirdischen CO2-Speicherung momentan im Gesetzgebungsverfahren in Bundestag und Bundesrat beraten wird, sammelt die schwarz-gelbe Bundesregierung durch eine ihr untergeordnete Behörde bereits Daten über potentielle CO2-Speichergebiete, ohne dass die Bundesländer oder die Öffentlichkeit darüber ausreichend informiert werden.Die vorliegende Karte basiert auf den Angaben des Zwischenberichts zum „Speicher-Kataster Deutschland“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften (BGR). Dabei handelt es sich um eine geologische Datenbank, die die einzelnen Daten der Landes-Bergbaubehörden über geeignete Gesteine zusammengefasst hat.
Die auf den BGR-Daten basierende Karte stellt die Verbreitung dieser Gesteine dort Grün dar, wo sie die Anforderungen an Mächtigkeit, Tiefe und Barrieregestein erfüllen. In Sachsen-Anhalt ist die Untersuchung noch nicht abgeschlossen, in anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg existieren Speichermöglichkeiten in einzelnen Gesteinsschichten, die aber mit jetzigem Forschungsstand nirgendwo als „gut“ eingestuft werden können. Der noch in diesem Jahr angekündigte Abschlussbericht könnte dann jedoch Aufschluss darüber geben, ob auch in diesen Bundesländern potenziell CO2 verpresst werden kann?
Doch bis all diese Fragen noch nicht abschließend geklärt sind und der Abschlussbericht nicht vorliegt, erwarten wir von der schwarz-gelben Bundesregierung, dass die Entscheidung über ein nationales CCS-Gesetz so lange zurückgestellt wird. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle wissen, über welche Gebiete eigentlich geredet wird. Es kann nicht sein, dass der Bericht erst nach Verabschiedung des Gesetzes vorgelegt wird und die Menschen z.B. in Regionen wie Thüringen und Bayern feststellen, dass sie von der CO2-Speicherung ganz konkret betroffen sein können, was bisher noch nie Thema in der Öffentlichkeit war.
Für CCS kommen generell ausgediente Erdöl- und Erdgasspeicher in Frage, aber auch saline Aquifere, d. h. tief gelegene, Salzwasser führende Gesteinsschichten. Geeignet sind in diesen geologischen Formationen das poröse Gestein, dessen Porenraum genügend CO2 aufnehmen kann, und darüber mindestens eine dichte, abdeckende Gesteinsschicht besitzt, die undurchlässig für Gase und Flüssigkeiten ist. Speichergesteine für eine mögliche CO2-Verpressung müssen zudem eine Mächtigkeit von mindestens 10 m aufweisen. Das deckende Barrieregestein muss zudem mindestens 20 m mächtig sein. Weiterhin müsse beide Schichten mindestens 800 m tief unter der Erde liegen, weil erst ab dieser Tiefe das CO2 eine hohe Dichte erreicht und so effizient gespeichert werden kann.
HIER finden Sie die Deutschland-Karte mit potentiellen CO2-Speichergebieten zum Download.










