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1. Februar 2012

Deutschland braucht ein Moratorium für Fracking

Zu den Medienberichten von ExxonMobil-Europachef Gernot Kalkofen, sein Unternehmen könne in zwei Jahren bei der Förderung von unkonventionellem Erdgas auf den Einsatz giftiger Stoffe verzichten, erklärt Oliver Krischer, Sprecher für Energie- und Ressourceneffizienz:

Deutschland braucht ein Moratorium für Fracking

Wir fordern die Bundesregierung auf, ein zweijähriges Moratorium für die umstrittene Fördermethode "Fracking" umzusetzen. Wenn ein Erdgasunternehmen die von ihm bei der Förderung in den Boden verpressten Stoffe selbst als "Gift" bezeichnet, ist das ein alarmierendes Signal. Bundesumweltminister Röttgen muss sich nun endlich gegen Bundeswirtschaftsminister Rösler durchsetzen. Da in Deutschland keine Engpässe in der Gasversorgung drohen, sollte man warten, bis genauere Erkenntnisse über die Umweltauswirkungen vorliegen und eine Förderung ohne Giftstoffe möglich ist. Wie ein vorliegendes Gutachten vom Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages zeigt, besitzt der Bund die Kompetenz dazu, ein solches Moratorium umzusetzen.

Andere Länder haben die notwendigen Konsequenzen aus den alarmierende Berichten aus den USA längst gezogen: In Großbritannien, den Niederlanden und Teilen der Schweiz haben die zuständigen Ministerien per Erlass bereits ein Moratorium ausgesprochen. In Bulgarien und Frankreich haben die Parlamente ein Verbotsgesetz verabschiedet. Das Gleiche gilt für die US-Bundesstaaten Arkansas und New York, sowie die kanadische Provinz Quebec. Auch in Südafrika ist Fracking bereits verboten. Was in all diesen Ländern möglich ist, muss auch in Deutschland umgesetzt werden können. Ein zweijähriges Moratorium würde die Gelegenheit geben, die Risiken wissenschaftlich zu prüfen und zu bewerten.