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die Grüne Energiewende
Abgasskandal
Grüner Breitbandcheck

Aus der Fraktion

    • Date: 23 March 2017
    • Beim Treffen mit der Energiespeicherbranche wurde deutlich, dass das größte Hemmnis für den Einsatz von Energiespeichern die Bundesregierung ist. Das macht die Energiewende teurer als sie sein müsste.
    • Date: 23 March 2017
    • Am 23.3.2017 haben wir gemeinsam mit der CDU/CSU- und der SPD-Fraktion das Gesetz für die Endlagersuche beschlossen. Der Gesetzesentwurf enthält auch ein Exportverbot für Forschungsmüll, für das wir hart gekämpft haben.
    • Date: 15 March 2017
    • Im Jahr 2016 sind die energiebedingten Treibhausgas-Emissionen in Deutschland gegenüber dem Vorjahr vermutlich um 0,7 Prozent oder vier Millionen Tonnen Kohlendioxid angestiegen. Dies ist das Ergebnis einer Studie von arepo consult. Die Zahlen bestätigen: Programme und Maßnahmen der großen Koalition tragen den Klimaschutz nur im Titel. In der Substanz sind sie wirkungslos.
20. Juni 2016

Die Klimaschutz-Europameisterschaft 2016

Kurz bevor bei der EURO2016 alle Augen auf die Spieler der Fußballteams gerichtet sind, haben wir uns die Nationalverbände der Teilnehmerländer einmal in Punkto Nachhaltigkeit und Klimaschutz angesehen und schon mal vorab den neuen Europameister gefunden.

Die Klimaschutz-Europameisterschaft 2016

Fußballverbände sind nicht nur Organisationseinheiten des Sports und Ausrichter großartiger sportlicher Veranstaltungen mit weltweiter Anziehungskraft, sondern auch Vorbilder und Aushängeschilder für den internationalen Fußball und seine Fans, sei es auf spielerischer oder organisatorischer Ebene. Insbesondere bei der Europameisterschaft sind die Augen von Fans aus der ganzen Welt auf Ihre Spieler und Vertreter des Fußballverbandes gerichtet. Alles Handeln hat nun eine besondere Vorbildfunktion. Sportliche Großereignisse haben, und das rückt nicht nur in Europa in den Fokus der Aufmerksamkeit, einen erheblichen Effekt auf das Klima. Fußballverbände können hier in vielen Punkten Verantwortung übernehmen und positive Vorreiter sein.

Wir haben die an der EM teilnehmenden Nationalverbände in diesem Zusammenhang nach von ihnen ergriffenen Maßnahmen zum Schutz des Klimas gefragt und konkret diese drei Fragen gestellt:

1. Reist der Nationalverband zur und während der EM (im Inland) klimaneutral bzw. wird der CO2-Ausstoß durch den Erwerb von entsprechenden Zertifikaten kompensiert?

2. Wie viel Prozent des Strombedarfs verbandseigener Trainingsstätten und Gebäude deckt der Nationalverband mit Erneuerbaren Energien?

3. Welche sonstigen Maßnahmen zu Klimaschutz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit hat der Nationalverband in seinem Heimatland ergriffen?

Bewertung

Alle Rückmeldungen der Verbände sind in unserer Bewertungstabelle mit eingeflossen. Weiterhin hat uns die UEFA mit Informationen zu ihrer Nachhaltigkeitskampagne „Respect Environment“ und den damit verbundenen Maßnahmen bei der Bewertung unterstützt. Wo am Ende trotz allem keine Informationen vorlagen, haben wir fehlende Angaben mit null Punkten gewertet. Pro Kategorie vergaben wir maximal zwei Punkte, so bei 100% Versorgung mit Erneuerbaren Energien oder umfassenden Maßnahmen zum Klimaschutz. Einen Punkt gab es bei partiellen oder eher einfachen Maßnahmen, z.B. Mülltrennung.

Ergebnisse

Zuerst die gute Nachricht: alle teilnehmenden 24 Teams kompensieren die CO2-Emissionen, die sie durch ihre Reisen zur und während der EM verursachen. Alle teilnehmenden Nationalverbände haben dahingehend auf freiwilliger Basis ein Vertragsformular der UEFA unterzeichnet, in welchem sie sich hierzu verpflichten. Darin haben sich die Verbände weiterhin dazu bereit erklärt, auch ihre Fans zur Kompensation zu ermuntern. Wir finden, das ist ein erster, aber sehr wichtiger und richtiger Schritt.

Frankreich wird Europameister

Der Traum jedes Gastgeberlandes – Frankreich wird zu Hause Europameister! Der Französische Verband überzeugt mit 100% Erneuerbaren in den Heimanlagen und Umweltbewusstsein bei Gebäudeausstattung und Nachwuchsförderung. Damit erhält der Verband als einziger die volle Punktzahl.

Wo steht Deutschland?

Der DFB ist vor allem durch umfassende Klimaschutzmaßnahmen, welche im Zuge der WM 2006 und der Frauen-WM 2011 umgesetzt wurden, bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit schon ganz gut aufgestellt. So starteten die beiden Turniere mit einem umfassenden Umweltkonzept („Green Goal“), welches zu einer dauerhaften AG Umwelt führte, und so sind z.B. die neun WM-Arenen mit dem Ökoprofit-Siegel für Umweltmanagement ausgestattet (siehe auch unsere „Erneuerbare-Energien-Bundesligatabelle“). Mit dem DFB-Umweltcup wurde der Gedanke des Umwelt-und Klimaschutzes 2012 auch in die Breite der Amateurvereine getragen. In vier Jahren Punkte holen kann Deutschland aber noch beim Anteil Erneuerbarer Energien: der DFB betreibt zwar, wie einige andere Nationalverbände auch, keine eigenen Trainingsanlagen. Doch könnten wir uns bei der DFB-Zentrale in Frankfurt oder dem Deutschen Fußballmuseum in Dortmund einen Erneuerbaren-Anteil über dem nationalen Standard-Schnitt gut vorstellen. Schweden und die Schweiz machen es vor.

Wir bleiben am Ball und schauen auch in Zukunft, ob sich beim Fußball in Sachen Klimaschutz und Erneuerbare was dreht. Aber vorerst wünschen wir allen Mannschaften natürlich eine sportlich erfolgreiche WM und bedanken uns für die Auskünfte.