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Große Stromkonzerne geben Einsparungen nicht an Verbraucher weiter
Stromkunden dürften nach einer im Auftrag der Grünen erstellten Studie im kommenden Jahr rund zwei Milliarden Euro zu viel zahlen. Grund für die zu hohen Zahlungen sind die von 570 Versorgern angekündigten Preiserhöhungen. Die höhere Umlage für Erneuerbare Energien (EEG), mit der die Preisanstiege begründet werden, ließe sich aber durch Einsparungen ausgleichen, die bisher nicht an die Verbraucher weitergegeben wurden, so ein Ergebnis der Studie.Das Gutachten des Energiewirtschaftlers Gunnar Harms, der auch stellvertretender Vorsitzender des Bundes der Energieverbraucher ist, kommt zum Ergebnis, dass 2010 ertragsmäßig ein Rekordjahr insbesondere für die vier großen Stromversorger wird. Laut Harms liegt ihr gesamter Jahresgewinn bei rund 30 Milliarden Euro. "Nie zuvor haben sie einen höheren Gewinn eingefahren. Die angekündigten Preiserhöhungen beim Strom für die Haushaltskunden für 2011 sind nicht gerechtfertigt" so der Enegiewirtschaftler. Die Preise dürften nicht auf breiter Front steigen. Die als Begründung genannte gestiegene EEG Umlage (1,5 Cent/kwh zum Jahreswechsel) kann durch ein bislang nicht weitergegebenes, erhebliches Preissenkungspotential vollständig kompensiert werden.
Relevante Komponenten
- die gesunkene Umlage für KWK
- um 30 bis 40 % gesunkene Beschaffungskosten seit Herbst 2008
- erheblich gestiegene Margen der etablierten Versorger
Durch die nicht nachvollziehbaren Preiserhöhungen zahlen die Verbraucher in 2011 deutschlandweit rund zwei Milliarden EUR zuviel an die Stromversorger, wenn diese flächendeckend umgesetzt werden. Seit 2006 haben sich die Margen der Stromversorger bei den Haushaltskunden im gesamtdeutschen Durchschnitt damit annähernd verdreifacht. Die Margen sind um 1,1 Cent pro Kilowattstunde auf ca. 1,5 Cent/kWh gestiegen. Pro Durchschnittshaushalt ergeben sich daraus rund 40 € im Jahr. Umgerechnet sind dadurch rund 1,5 Mrd. EUR zusätzlich als Gewinn bei den Versorgern hängen geblieben. Die bislang berichteten Geschäftsergebnisse für 2010 bestätigen dieses Ergebnis eindrucksvoll.
2010 ist ein Rekordjahr - insbesondere für die vier großen Stromversorger
Ihr gesamter Jahresgewinn dürfte bei rund 30 Milliarden Euro liegen. Nie zuvor haben sie einen höheren Gewinn eingefahren. Die Arbeit der Bundesnetzagentur wird durch die Preispolitik der Stromversorger unterlaufen. Zwar sanken die Netzentgelte für den Transport von Strom seit 2006 um 1,5 Cent. Diese Einsparungen wurden aber durch die Ausweitung der Margen und die stark gestiegenen Vertriebskosten seitens der Stromversorger überkompensiert. Die von den Stromversorgern angegebenen Preiserhöhungsgründe sind insbesondere in Bezug auf die Kostenentwicklung der Beschaffung und des Vertriebs nicht plausibel. Bei den Endkunden sind die Preisrückgänge aus dem Strommarkt nicht angekommen. Während deren Preise in den letzten zwei Jahren um 10% gestiegen sind, sind die Kosten in der Weiterverteilung (Stadtwerke und große Energieversorger mit Endkundengeschäft) um 21% gesunken.
Die komplette Studie steht HIER zum Download bereit.
Somit ist klar, dass die Strompreise zum 1. Januar 2011 nicht aufgrund der EEG-Umlage steigen dürften, weil insbesondere die Einkaufspreise für Strom um 40 % seit 2008 gefallen sind. Somit stellen die Versorger den Kunden durch die angekündigten Preiserhöhungen rund 2 Mrd. EUR zuviel in Rechnung. Seit 2006 haben sich die Gewinnmargen der Stromversorger mehr als verdreifacht










