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Kürzungschaos bei Wärmeenergieförderung wirft Heizungsmarkt 20 Jahre zurück
Oliver Krischer besuchte am Mittwoch die Firma Kreuz Bad & Heizung aus Wolfenweiler zusammen mit der Freiburger Bundestagsabgeordneten Kerstin Andreae.Laut Geschäftsführer Joachim Kreuz ist die Lage der Sanitär- und Heizungsbranche dramatisch, seit die Fördermittel für erneuerbare Wärme im laufenden Bundeshaushalt zunächst gesperrt, in abgespeckter Form wieder eingeführt und für kleine Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung weiterhin ausgesetzt wurden.
Die monatelange Unsicherheit und uneinheitliche Richtlinien bremsen den Verkauf neuer Heizungen, so daß die ersten kleinen Unternehmer sich aus dem Markt zurückziehen. „Der Anreiz mit einer im Vergleich zur Gesamtinvestition kleinen Förderung reicht, um über erneuerbare Wärme aus Sonne oder Pellets nachzudenken. Doch die Verlässlichkeit der Förderung ist entscheidend“, so Krischer.
Kreuz wirft dem Wirtschaftsministerium schlechte Öffentlichkeitsarbeit vor, da so kurzfristige Änderungen die Finanzierung seiner Kunden bedroht. Nun werde wieder günstiger und konventioneller geplant, das werfe den Heizungsmarkt um 20 Jahre Entwicklung zurück.
Kerstin Andreae hofft, dass bei der anstehenden Neukonzeption der Förderung die Wirtschaftlichkeit der Förderung berücksichtigt wird: „Kürzungen im Marktanreizprogramm sind wirtschafts- und finanzpolitischer Unsinn, da durch den Investitionsanreiz deutlich mehr Steuereinnahmen erzielt werden, als Mittel für die Förderung anfallen.“
Durch die Laufzeitsverlängerung der Atomkraft und die sinkende Energievergütung brechen Kreuz wichtige zusätzliche Argumente für eine Heizungserneuerung über erneuerbare Energien weg. Zum Glück habe die Firma Kreuz ein zweites Standbein: Der barrierefreie Umbau von Häusern und Wohnungen.
Ruth Kreuz berät mit ihrer Zusatzqualifikation als Ärztin und Fachkraft für barrierefreies Planen und Bauen die Kunden. Doch auch hier täte eine Vereinheitlichung der KfW-Richtlinien und stabile Programme mit 10 Jahren Dauer der gesamten Branche gut.
Kerstin Andreae und Oliver Krischer sagten zu, sich in ihren Gremien um diese Form des Bürokratieabbaus einzusetzen. Joachim Kreuz wies darauf hin, dass die Gesellschaft darauf angewiesen sei, dass man im eigenen Heim alt werden kann. Ein altersgerechter Umbau der Wohnung entlaste die Krankenkassen, wenn man das Pflegeheim nicht brauche.










