15. Dezember 2011

Oliver Krischer zu Gast bei der Fachkonferenz GeoPower Europe in Mailand

Europäische Geothermie-Branche diskutiert über politische Rahmenbedingungen für Erdwärmeprojekte
Oliver Krischer zu Gast bei der Fachkonferenz GeoPower Europe in Mailand

Oliver Krischer MdB war am 06.12. zu Gast auf der Konferenz "GeoPower Europe" und referierte dort vor Vertretern der europäischen Geothermie-Branche über die Potenziale und die aktuellen politischen Rahmenbedingungen für Tiefengeothermie in Deutschland. Krischer verweis dabei auf die vielen Vorteile der Geothermie als Erneuerbarer Energien-Technologie, die sowohl zur Erzeugung von Strom, als auch zur Wärmeerzeugung eingesetzt werden kann.  In Deutschland werden gegenwärtig in 20 Tiefengeothermie-Kraftwerken (in fünf davon wird Strom ausgekoppelt) Wärme gewonnen. Viele weitere Kraftwerke befinden sich im Bau oder in Planung. Am Ende des Jahres Jahr 2010 betrug die installierte Leistung der Geothermie-Kraftwerke 2.500 MW thermisch und 7,4 MW elektrisch. Im Jahr 2010 wurden daraus 5,6 TWh Wärme und 0,027 TWh Strom produziert. Oliver Krischer MdB erläuterte den Anwesenden das System der Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die ab dem 01.01.2012 geltenden Änderungen daran.

Krischer verwies jedoch auch darauf, dass die mancherorts durch Geothermie-Bohrungen entstanden Schäden an Gebäuden sich zu einer Gefahr für die Akzeptanz der Technologie und damit dem Ausbau der Geothermie insgesamt herausstellen könnte. Die Branche müsse daher Verfahren entwickeln, welche schwere Bodenhebungen und -senkungen ausschließen. Auch der Einsatz von toxischen Chemikalien bei Frack-Maßnahmen im Gestein, dürfe nicht mehr stattfinden, um Grundwasserschäden durch Leckagen von vorneherein auszuschließen. Im Anschluss an Oliver Krischers Vortrag folgte ein angeregter Austausch mit den anwesenden Geothermie-Experten aus ganz Europa.