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RWE manövriert sich mit Kohlekraftwerken ins Aus
Zu dem Urteil des niederländischen Verwaltungsgerichtes gegen RWE und den Bau des niederländischen Kohlkraftwerkes Eemshaven, erklärt Oliver Krischer, Sprecher für Energie- und Ressourceneffizienz:Der RWE-Konzern steht vor einem weiteren Milliardengrab. Das Urteil zeigt deutlich: In keinem Land Europas sind die Menschen mehr bereit, den Bau von klimaschädlichen und ineffizienten Kohlekraftwerken zu akzeptieren und machen mit bestehenden Umweltauflagen ernst.
RWE muss dieses Urteil zum Anlass nehmen, endlich einen Kurswechsel in seiner Unternehmensstrategie einzuläuten. Statt nun zu jammern, sollte der Konzern froh sein zu diesem Zeitpunkt das Projekt absagen zu können, da er auf diese Weise eine weitere Investitionsruine neben dem Kraftwerk in Hamm eventuell noch vermeiden kann. Ein Großkonzern wie RWE ist gut beraten, sich in seiner Geschäftspolitik endlich den Zukunftsenergien Wasser, Wind und Sonne sowie dezentraler KWK zuzuwenden und neue, innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln.
Kohlekraftwerke sind für den Energiemix von morgen ohnehin technisch ungeeignet, da sie mehrere Stunden benötigen, um angefahren zu werden. In Zukunft benötigen wir aber Kraftwerke, die in Zeiten einer Flaute beim Wind oder geringer Sonneneinstrahlung schnell einspringen können. Kohlekraftwerke können genau dies aber nicht. Ihr Bau ist deshalb reine Ressourcenverschwendung, die dazu noch dem Klima massiv schadet.
Der Neubau von Kohlekraftwerken in Europa ist selbst aus Konzernsicht nicht mehr wirtschaftlich, wie RWE-Vorstand Leonhard Birnbaum bereits vor einem Jahr in einem Interview eingeräumt hat. Es tauchen massive technische Probleme an den Kesseln vieler Neubauprojekte mit dem verwendeten Stahl T24 auf. Immer wieder treten bei Risse an den Kesseln auf, so zum Beispiel auch in Hamm. Dies führt zu weiteren Mehrkosten und Verzögerungen.
Durch das Festhalten an überkommenen Projekten, wie beim Kohlekraftwerk Eemshaven, manövriert sich der Konzern immer weiter ins Aus.









