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4. April 2013

Tod aus dem Kohle-Schlot

Kohlekraftwerke schaden nicht nur extrem dem Klima, sondern sie sind auch extrem gesundheitsschädlich. Etwa 3.100 vorzeitige Todesfälle in Deutschland und Europa gehen jährlich auf das Konto deutscher Kohlekraftwerke. Die dreckigsten Kraftwerke stehen dabei in NRW und Brandenburg. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Stuttgart im Auftrag von Greenpeace.

Tod aus dem Kohle-Schlot

Das Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart untersuchte erstmals die atmosphärische Ausbreitung der Schadstoffemissionen. Es zeigt auf, welche Gesundheitsschäden die 67 leistungsstärksten deutschen Kohlekraftwerke verursachen. Grundlage für die Berechnungen lieferten Emissionsdaten aus dem Europäischen Schadstofffreisetzungs- und Verbringungsregister für das Jahr 2010 ebenso wie bekannte epidemiologische Studien zu den Gesundheitsfolgen von Feinstaub. Die 67 Kohlekraftwerke führten demnach zum Verlust von insgesamt 33.000 Lebensjahren in Europa. Dies entspricht einer statistischen Zahl von 3.100 Todesfällen im Jahr. Dabei nicht eingerechnet ist der Ausfall von etwa 700.000 Arbeitstagen durch Atemwegserkrankungen, Herzinfarkte, Lungenkrebs oder Asthmaanfälle. Giftige Emissionen aus Kohleschloten wie Schwefeldioxid, Stickoxide, Ruß und Staubemissionen bilden in der Luft Feinstaub. Die kleinsten Teilchen dringen dabei beim Einatmen tief in Lunge und Blutgefäße der Menschen ein und können den Organismus schädigen.

Braunkohlekraftwerke verursachen größte Schäden Das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde (Brandenburg) war der Studie zufolge im Jahr 2010 für insgesamt 373 Todesfälle verantwortlich. 269 Todesfälle gehen auf das Konto des anderen großen Braunkohlekraftwerks in Deutschland im nordrhein-westfälischen Niederaußem. Unter den zehn schädlichsten Kohlekraftwerken sind neun Braunkohlekraftwerke. Untersucht wurden auch 15 neue Anlagen, die seit 2012 in Betrieb sind bzw. zukünftig ans Netz gehen sollen. Diese trügen dann für mindestens 1.000 weitere Todesfälle die Verantwortung.

Energiewende gelingt nur ohne klima- und gesundheitsschädliche Kraftwerke Es ist gut, dass Greenpeace mit einer wissenschaftlichen Studie auf die verheerenden gesundheitlichen Auswirkungen der Kohlestromerzeugung hingewiesen hat. Die Feinstäube zusammen mit der durch die Kohleverbrennung entstehenden Cadmium-, Quecksilber-, Uran- sowie anderen Giftstoff-Freisetzungen verursachen erhebliche Gesundheitsgefährdungen. Gleichwohl bezeichnend sind die beschwichtigenden Äußerungen aus der Kohlewirtschaft, die die Gesundheitsprobleme leugnen, so wie sie es unentwegt auch mit den Klimaproblemen tun. Dabei hat der Kohlestrom die höchsten CO2-Emissionen und ist zudem die dreckigste aller Stromerzeugungsarten, trotz angeblich modernster Technik. Bündnis 90/Die Grünen haben mit einem eigenen Gesetzentwurf in dieser Wahlperiode die Einführung von Mindestwirkungsgraden bei Kohlekraftwerken gefordert. Denn bis heute stoßen Kohlekraftwerke bis zu 70 Prozent ihrer Energie nutzlos in die Atmosphäre ab.

Die komplette Studie finden Sie HIER