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Umweltminister für Energiewende ohne CCS - "Willkommen im Club, Herr Röttgen!"
Zu den Äußerungen von Bundesumweltminister Röttgen, dass die CCS-Technologie zur Abscheidung, Transport und Verpressung von CO2 bei der Energiewende keine Rolle spielt, erklärt Oliver Krischer:Nach jahrelanger Diskussion und zwei gescheiterten Gesetzentwürfen kommt Bundesumweltminister Röttgen auch
endlich zur Erkenntnis, dass CCS für die Energiewende und den Klimaschutz in Deutschland nicht gebraucht wird, weil Erneuerbare Energien und Energieeffizienz die besseren und billigeren Alternativen sind. Da können wir nur sagen: Willkommen im Club!
Sein CDU-Fraktionskollege und wirtschaftpolitischer Sprecher Pfeiffer ist noch nicht so weit. Der sah
erst gestern die Deindustrialisierung Deutschlands kommen, wenn hierzulande kein C02 aus Kohlekraftwerken in die Erde verpresst wird.
Bleibt zu hoffen, dass Röttgen sich in der Union durchsetzt und nach Atom, Wehrpflicht, Hauptschule, Mindestlohn auch den Zopf CCS abschlägt. Der Lackmustest kommt bereits nächste Woche: Im Vermittlungsausschuss wird über das im Bundesrat gescheiterte CCS-Gesetz der Bundesregierung verhandelt. Angesichts des Widerstands aus den Ländern und der neuen Erkenntnis von Herrn Röttgen sollten sich alle Beteiligten eigentlich auf das von uns Grünen vorgeschlagene, an Österreich angelehnte Modell verständigen können: Keine großtechnische Anwendung von CCS für CO2 aus Kohlekraftwerken, dafür Rechtsgrundlage für Forschung zur Vermeidung von prozessbedingten Emissionen aus Stahlwerken, Zementfabriken u. ä.










