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Über mich

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Oliver Krischer Oliver Krischer
Zuletzt geändert am:  4.10.2016
Oliver Krischer - http://oliver-krischer.eu/

Persönlich Politisches

Aufgewachsen nur wenige hundert Meter vom heutigen Nationalpark Eifel entfernt in Hergarten, einem Ortsteil der Stadt Heimbach – NRWs kleinster „Stadt“ mit gerade einmal gut 4000 Einwohnern, zur Schule gegangen in der fast 20 Kilometer entfernten ehemaligen Kreisstadt Schleiden, bin ich ein Kind der Eifel.

So lange ich denken kann, hat mich die Natur fasziniert, ganz besonders Vögel. In einem Werbekalender aus dem Jahr 1982, den ich mir als 12 Jähriger besorgt hatte, steht beim 06. Februar: „Kermeter bei Kloster Mariawald: 1 Schwarzspecht.“ Noch heute erinnere ich mich an die Beobachtung meines ersten Schwarzspechts mitten im heutigen Nationalpark Eifel – genauso wie an hunderte andere Vogelbeobachtungen, wenn ich heute meine alten Kalender durchblättere.

So sehr mich die Natur begeisterte, so schnell wurde mit klar, wie rücksichtslos Menschen damit umgehen. Im meinem Kalender von 1983 steht am 14. Mai: „Keine Anzeichen von Steinkauzbrut in Hergarten gefunden. Obstbäume mit Brutplatz im Winter gefällt.“

Im selben Jahr trat ich dem Nabu bei (damals hieß er noch „Deutscher Bund für Vogelschutz“) – der Beginn eines bis heute andauernden Engagement für den Schutz der Natur an den unterschiedlichsten Stellen mit vielen Niederlagen, aber auch großen Erfolgen (Wiedereinbürgerung des Uhus, Gründung einer Biologischen Station und des Nationalparks Eifel, Schutz des Rurtals und der Dover Heide u. v. m.).

Ein Plakat, das 1989 vor der Kommunalwahl zur Gründung des Ortsverbandes der Grünen in Heimbach aufrief, brachte mich – damals als Zivi – in die Politik. Geprägt hat mich dort von Anfang an die Auseinandersetzung um die Braunkohle, für deren Gewinnung RWE den halben Kreis Düren umgegraben hat und weiter umgraben will. Kaum etwas erschien mir absurder (und tut es bis heute) als für ein paar Kilowattstunden Strom ganze Landschaften weg zu baggern, tausende Menschen zu vertreiben, das Klima zu zerstören und die Energie der Braunkohle dann auch zu einem Drittel zu nutzen und den Rest nutzlos als riesige Dampfsäulen in die Atmosphäre zu pusten. Nur die Atomkraft mit ihren für Jahrtausende strahlenden Müll toppt das noch.

Ein Studentenjob im Büro von Michaele Hustedt, damals energiepolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion, lieferte mir die konkrete GRÜNE Antwort auf Kohle und Atom: Die 3 E – Erneuerbare Effizienz, Einsparung. Eine nachhaltige Energieversorgung, zu 100% aus Erneuerbaren Energien, das ist bis heute das Ziel meiner Arbeit.